| |
Neuigkeiten zu "Oldenburg – Stadt der Wissenschaft 2009"
Liebe Oldenburgerinnen, liebe Oldenburger, liebe Wissenschafts-Interessierte!
Der Herbst hält Einzug in der Stadt der Wissenschaft. Bunt wie das Laub ist auch im kommenden Monat wieder das Programm. Drei Leitprojekte gehen an den Start. Sie locken zu spannenden „Perspektivwechseln“ und zur Erforschung der Experimentalphysik. Oder wie wäre es mit einer Reise in die Geschichte der Wissenschaft?
Ab Ende Oktober können kühle und stürmische Herbsttage beispielsweise im Augusteum verbracht werden. An einem neuen Ausstellungsort präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch mit „Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ eine einmalige Schau zur Wissenschaftsgeschichte. Ab dem 8.11. kann das Kombi- Ticket auch gleich für den Besuch der Ausstellung „Xplora“ genutzt werden. Das Landesmuseum zeigt diesmal im Stammhaus, Damm 38 – 44, Experimentalphysik zum Anfassen.
Wer etwas sportlicher in den Herbst starten möchte, ist im OLantis Huntebad willkommen. Am 8.11. finden hier zum vorletzten Mal die „Grenzenlosen Klangwelten“ statt. Oder doch besser ins Fitnessstudio? Am 16.11. treffen bei „Fitness First“ an der Heiligengeiststraße Gerhard Kircher (Präsident des Oberlandesgerichts), Ines Klemmer (Miss Germany Corporation) und das Ensemble des Oldenburger Universitätstheaters zu einem „Perspektivwechsel“ aufeinander.
Einen schönen Herbst wünschen Ihnen
das Projektbüro Stadt der Wissenschaft und die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH
Ex oriente lux? Sonderausstellung öffnet im Augusteum
Ab dem 25. Oktober präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch mit „Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ eine einzigartige Sonderausstellung zur Geschichte der Naturwissenschaften. Beleuchtet werden die Meilensteine verschiedenster Disziplinen – von den frühesten Anfängen bis in die abenteuerliche Welt neuzeitlicher Salons.
 Die Sonderausstellung, zu sehen im Augusteum in Oldenburg, entführt zunächst in die Welten der einzelnen Naturwissenschaften. Angefangen bei der Entwicklung von Zeichen, Formeln und Schrift beschreitet der Gelehrte wie der Laie die Bereiche der Navigation, Mathematik, Astronomie, Zeitmessung und Optik. Wahre Highlights bietet die Medizin, wo Auge, Blutkreislauf und Gehirn spektakuläre Einblicke in die Geschichte der Forschung gewähren – oder wussten Sie, dass der Blutkreislauf als solcher erst im 17. Jahrhundert erkannt wurde?
Daneben treten die Besucherinnen und Besucher eine atemberaubende Reise durch Zeiten und Räume, nach Paris, Bagdad, Toledo, Alexandria und Florenz, an. Die Bibliothek Alexandrias, die Übersetzungsinstitute Bagdads, der arabische „Transferweg“ über Spanien, der Ausbau der Universitäten in Mittelitalien und das „akademische“ Zusammentreffen in den Pariser Salons der Neuzeit. Das Landesmuseum Natur und Mensch lässt die Atmosphäre längst vergangener Zeiten an diesen Orten der Wissenschaft lebendig werden.
25.10.2009 bis 24.1.2010: Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft
Ort: Augusteum, Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Di-Fr 9-17 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr
Eintritt 7 €, erm. 5 € (inkl. Kurzführer durch die Ausstellung), die Eintrittskarte berechtigt ab dem 8.11. ebenfalls zum Besuch der Ausstellung Xplora
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p15_Ex_Oriente_lux/index.php
Kommentar des OB
|
 |
|
Ex oriente lux – aus dem Osten kommt das Licht. Auf den ersten Blick eine banale Weisheit, die sich jeden Morgen mit einem Blick aus dem Fenster nachprüfen lässt. In diesem Fall bezieht sich der Satz aber nicht auf Astronomie, sondern auf Geographie. Genauer gesagt: Auf den Nahen Osten, dessen Gelehrte unsere westliche Welt in früheren Jahrhunderten inspirierten und „erleuchteten“.
Dass die Wurzeln unserer Wissenschaft – oder zumindest für Teile von ihnen – im nahöstlichen Raum liegen, ist heute wenig bekannt. Der besondere Stellenwert des Orients für die Entwicklung der okzidentalen Gesellschaften ist im Laufe der Jahrhunderte immer mehr in Vergessenheit geraten. Heutige Generationen begreifen den Westen automatisch als fortschrittlichste Region der Welt. Dabei übersehen sie, dass die Verhältnisse früher umgekehrt waren – und dass dies in Zukunft wieder der Fall sein könnte.
Das Landesmuseum Natur und Mensch hat in den letzten Jahren mit einigen vorzüglichen, bundesweit beachteten Ausstellungen von sich reden gemacht („Saladin und die Kreuzfahrer“, „Kaiser Friedrich II.“). Sie zeichneten sich durch hohe wissenschaftliche und museumspädagogische Qualitäten aus. „Ex oriente lux“ setzt diese Reihe nahtlos fort. Meine Empfehlung: Besuchen Sie diese Ausstellung – entdecken Sie den Osten neu – und lassen Sie sich von Wissen(schaft) „erleuchten“.
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister
|
Xplora: Die Geschichte der Experimentalphysik
Mit der Ausstellung „Xplora“ geht am 8. November im Landesmuseum Natur und Mensch das letzte der 16 Leitprojekte zur „Stadt der Wissenschaft 2009“ an den Start. Die Ausstellung thematisiert die Geschichte der Experimentalphysik in Europa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert mit funktionstüchtigen Nachbauten und historischen Instrumenten. Xplora zeigt technische und wissenschaftliche Leistungen, die uns heute vielleicht schon selbstverständlich erscheinen.
Oft sind es gerade die kleinen Dinge des Alltags, die uns das Leben erleichtern, die aber nicht (nur) durch „große und berühmte Köpfe“ entwickelt wurden. Es sind meist Gruppen von Personen, die den Fortschritt erfolgreich durchgesetzt haben.
 Praxis, Fantasie und Experiment, das alles beinhaltet diese Schau. Sie zeigt Wissenschaft populär und als Erlebnis. Natürlich nehmen auch die einzelnen Bereiche der Physik wie Elektrizität, Messverfahren oder Laborinstrumente einen großen Raum in dieser Ausstellung ein. Geführte Rundgänge laden mit praktischen Vorführungen ein, die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten der Physik lebendig zu erfassen. Und das Erfassen ist wörtlich zu verstehen: die Nachbauten der Originalgeräte können zum Teil selbst in Betrieb genommen werden. Die Experimente sind somit besonders anschaulich und sinnlich erfahrbar. Probieren Sie es selbst! Die Sonderausstellung ist ein Projekt der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, des Lehrstuhls für Didaktik und Geschichte der Physik in Kooperation mit dem Landesmuseum Natur und Mensch und dem Projektbüro „Stadt der Wissenschaft 2009“.
8.11.2009 bis 3.1.2010: Xplora
Ort: Landesmuseum Natur und Mensch, Damm 38–44, 26135 Oldenburg
Öffnungszeiten: Di–Fr 9 bis 17 Uhr, Sa und So 10 bis 17 Uhr
Eintritt: Tageskarte 3 €, ermäßigt 1,50 €, Familienkarte (2 Erw., 2 Kinder bis 18 J.) 5 €. Kombiticket „Xplora“ und „Ex oriente lux“: Tageskarte 7 €, ermäßigt 5 € (inkl. Kurzführer durch die Ausstellung). Gruppenermäßigung ab 6 Personen. Führungen: Buchungen unter Telefon (04 41) 92 44-306
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p14_Xplora/index.php
„Peter und der Wolf“ unter Wasser
Mit „Klangwelten für Kinder“ steht am 8. November das vorletzte Unterwasserkonzert der „Grenzenlosen Klangwelten“ auf dem Programm. Ab 16  Uhr wird in der St. Lambertikirche Oldenburg das bekannte musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofieff gespielt. Kinder ab fünf Jahren können das Märchen in der St. Lambertikirche erleben. Aber auch im OLantis Huntebad gibt es etwas zu hören. Zeitgleich wird das Märchen dank modernster Technik und Einsatz Oldenburger Wissenschaftler unter Wasser zu hören zu sein. Im OLantis wird es zusätzlich eine spannende, akustische Reise durch die Weltmeere geben. Und zwar um 11, 13 und 15 Uhr sowie um 16.45 Uhr im Anschluss an „Peter und der Wolf“.
Karten für die St. Lambertikirche sind zu einem Preis von 2 € an der Tageskasse ab 15.15 Uhr zu erhalten. Das Hörerlebnis unter Wasser bekommen die Besucher und Besucherinnen des OLantis bereits zum regulären Eintrittspreis.
8.11.: Grenzenlose Klangwelten für Kinder
Zeit: ab 16 Uhr
Ort: St. Lambertikirche und OLantis Huntebad
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p09_Grenzenlose_Klangwelten/index.php
Sechsmal die Perspektive wechseln
Ist die zukünftige Intelligenz künstlich oder liegt sie in Genen und Ausbildung unserer Kinder? Kognitionswissenschaftler und Informatiker Claus Möbus trifft beim „Perspektivwechsel“ am 2.11. auf den Vorsitzenden Richter am Verwaltungsgericht Manfred Braatz, der hierbei die Rolle des Vaters eines Grundschulkindes einnimmt. Zu denkenden Maschinen und Computern improvisiert zudem die Gruppe „Wat ihr wollt“ in verschiedenen Spielformen. Die Gruppe kreiert nach Vorgaben des Publikums zum Beispiel die Pille zur Intelligenzsteigerung oder den menschlich fühlenden Roboter.
Das Projekt „Perspektivwechsel“ umfasst insgesamt sechs Veranstaltungen.
Stets kommen zwei Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler bzw. Fachexperten zusammen, die aus dem Blickwinkel ihrer Profession auf das jeweilige Thema schauen – und das an ungewöhnlichen Orten. Kurz und allgemeinverständlich präsentieren sie die Antwort ihres Fachs auf die Zukunftsfragen. Der Zuschauer vollzieht einen Perspektivwechsel, da er die Ansichten beider Seiten kennen lernt. Begleitet werden sie von Künstlerinnen und Künstlern, die auf ihre Weise Fragen und Antworten der behandelten Thematik zum besten geben.
Den Abschluss eines jeden Abends bildet ein gemeinsames Essen vor Ort und die Möglichkeit miteinander und mit den Wissenschaftler/innen und Künstler/innen ins Gespräch zu kommen.
19.10. bis 6.12.: „Perspektivwechsel“
19.10.: Ursprung des Lebens (ausverkauft)
Corinna Hößle (Biologin), Ralph Hennings (Theologe), Inga Busch vom Oldenburger UniTheater
Zeit: 19 Uhr
Ort: Gertrudenkapelle
26.10.: Zukunft der Arbeit
Andreas Blomenkamp (Wirtschaftswissenschaftler), Juliane Wefers (Personalberaterin), Improvisationstheater „12 Meter Hase“
Zeit: 19 Uhr
Ort: Seminarraum der Arbeitsagentur
2.11.: Zukünftige Intelligenz
Claus Möbus (Kognitionswissenschaftler und Informatiker), Manfred Braatz (Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht), Gruppe „Wat ihr wollt“
Zeit: 19 Uhr
Ort: Wallschule
16.11.: Ohne Ansehen der Person?
Gerhard Kircher (Präsident des Oberlandesgerichts), Ines Klemmer (Miss Germany Corporation), Ensemble des Oldenburger Universitätstheaters
Zeit: 19 Uhr
Ort: „Fitness First“ (Heiligengeiststraße)
23.11.: Zukunft der Medizin
Peter Volling (Chefarzt HNO-Zentrum des Ev. Krankenhauses), Florian Hoppe (Direktor der HNO-Klinik des Klinikums Oldenburg), Musikgruppe „Pop out“
Zeit: 19 Uhr
Ort: Krankenpflegeschule (Auguststraße 10)
6.12.: Maßvolles Leben (ausverkauft)
Uwe Schneidewind (Nachhaltigkeitsforscher), Stefan Aufleger (Gastronom), Bischof Jan Janssen, Poetry-Slam
Zeit: 18 Uhr
Ort: Lambertus-Saal der St. Lambertikirche
Eintritt inkl. Essen: 15 € (ermäßigt 12 €)
Kartenvorverkauf bei der Tourist-Information Oldenburg, Kleine Kirchenstraße 10 und bei allen NWZ-Geschäftsstellen. Reservierungen sind auch unter 0441-2172787 oder wissenschaft@stadt-oldenburg.de möglich.
Aufgrund der begrenzten Platzanzahl wird eine rechtzeitige Anmeldung empfohlen.
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Leitprojekte/p08_Wo_liegt_Uebermorgen/index.php
Übermorgenfotobuch
Auf den Veranstaltungen der „Stadt der Wissenschaft 2009“ gibt es viele
spannende Dinge zu entdecken. Mit Ihren schönsten Erinnerungsfotos
können Sie jetzt bei einem ei  nzigartigen Projekt mitmachen! Denn die
Oldenburger Unternehmen CeWe Color und EWE TEL sowie das Institut OFFIS
wollen in diesem Jahr die Fotos der vielen Veranstaltungen für ein
Forschungsprojekt analysieren und auswerten. Helfen Sie mit und laden
Sie Ihre Fotos in die Bildergalerie der „Übermorgenstadt“ www.uebermorgenfotobuch.de hoch.
Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost. Also, jetzt schnell auf www.uebermorgenfotobuch.de registrieren und Aufnahmen der „Übermorgenstadt“-Events in Oldenburg ins Netz stellen.
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenfotobuch.de
Veranstaltungstipps
18.10.
forward2business Open Space
In einem deutschlandweit einmaligen „OpenSpace“ werden hunderte Bürger erstmals öffentlich an einem Tag die Zukunftsvision ihrer Stadt entwickeln. Sie werden angeleitet von erfahrenen Innovations-Experten großer deutscher Markenunternehmen und begleitet durch Prominente der Region. Stargast ist Wigald Boning.
Zeit: 10-16 Uhr
Ort: famila Einkaufsland Wechloy
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1351161
22.10., 1.11. und 12.11.
Köpfe und Töpfe – Oldenburgs Wissenschaft kocht
Oldenburger Wissenschaftler laden zu einem spannenden Menüabend im Restaurant Tafelfreuden ein. Genuss und Freude am Essen begegnen der Forschung und suchen Synergien. Bei einem viergängigen Menü begleitet von Vorträgen, anschaulichen Experimenten oder auch Musikbeiträgen erleben Sie einen unvergesslichen Abend.
Zeit: jeweils ab 19.30 Uhr
Ort: Restaurant Tafelfreuden
Um Anmeldung unter 0441-83227 wird gebeten
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=816126
1.11.
Kostenlose Führung durch die Wissenschaftsbox
Wie wird die Energieversorgung der Zukunft funktionieren? In der Wissenschaftsbox auf dem Schlossplatz erhalten Bürgerinnen und Bürger Antworten auf diese Frage. Projektleiterin Kerstin Eggengoor aus dem Projektbüro „Stadt der Wissenschaft“ gibt einen noch tieferen Einblick in die Thematik. Um 14 und 15 Uhr finden unter ihrer Leitung kostenlose Führungen durch die Box statt.
Zeit: 14 und 15 Uhr
Ort: Wissenschaftsbox auf dem Schlossplatz
Weitere Informationen unter: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1351936
7.11.
Denken hilft – Die Show von Bernhard Wolff
Wo sind die Ideen, bevor man sie hat? Wie wecke ich meinen Wortschatz? Braucht man für Bilder im Kopf einen Aufhänger? Und was tun, wenn ein Name auf der Zunge liegt? In seiner Show „Denken hilft“ erforscht Bernhard Wolff Gedächtnis und Kreativität – und gibt viele erfrischende Antworten.
Zeit:19.30 Uhr
Ort: Oldenburgisches Staatstheater
Kartenvorkauf über die Theaterkasse
Weitere Informationen: www.uebermorgenstadt.de/DE/Veranstaltungen/index_neu.php?we_objectID=1349113
Neues aus der Forschung
Niedersächsischer Wissenschaftspreis an Oldenburger Studentinnen
Barbara Corleis und Sarah Räuber, Studentinnen der Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg, sind mit dem Niedersächsischen Wissenschaftspreis für Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen ausgezeichnet worden. Der Preis wird in jedem Jahr an acht Talente verliehen, die sich durch sehr gute Studienleistungen in ihrem Bachelor- oder Masterstudiengang und durch Eigeninitiative oder besondere Leistungen in den Bereichen Familie, Ehrenamt, Mitarbeit in der studentischen Selbstverwaltung, Sport oder Musik ausgezeichnet haben.
Corleis engagiert sich seit Beginn ihres Studiums in universitären Gremien wie dem AStA-Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende sowie in der Arbeitsgemeinschaft „Hörsensible Universität Oldenburg“. In ihrer Bachelorarbeit widmete sie sich dem aktuellen und wenig bearbeiteten Thema „Akustische Bedingungen – ein Selektionsfaktor? – Eine Analyse von kindlichem Sprachverstehen und Wissenstransfer unter besonderer Berücksichtigung von Soziolekt und Cochlea-Implantaten“.
Sarah Räuber ist Mitglied des Fachschaftsrats Sonderpädagogik und der Studienkommission des Fachs. Sie war Mitorganisatorin zweier Bundesfachschaftstagungen der Sonder- und Rehabilitationswissenschaften in Oldenburg. Ihre Studienschwerpunkte liegen in der Vermittlung von theologischen Inhalten und Fragestellungen mit den Belangen der Sonderpädagogik. Seit 2001 arbeitet Räuber ehrenamtlich im Landesjugendpfarramt der evangelischen Kirche Pfalz. Zudem betreut sie einen sechsjährigen Jungen mit autistischen Zügen.
Der Niedersächsische Wissenschaftspreis für Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen ist mit jeweils 1.500 Euro dotiert.
Mensch und Umwelt: Forschungsprojekt zur Lebenswelt der Vormoderne
Wie haben die Menschen im 18. und 19. Jahrhundert ihre Umwelt wahrgenommen? Wie sind sie mit den Ressourcen der Natur umgegangen? Seit wann spielen Nachhaltigkeit und Schutz der Umwelt eine Rolle? Um diese Fragen geht es im historischen Forschungsverbundprojekt, das vom Land Niedersachsen aus Geldern des Niedersächsischen Vorab der VW Stiftung mit 540.000 Euro gefördert wird und auf drei Jahre angelegt ist. Der Titel: „Mensch & Umwelt. Pilotprojekt zur Vernetzung von Forschung, museologischer Dokumentation und Didaktik.“ Beteiligt sind die Universitäten Oldenburg und Osnabrück sowie das Niedersächsische Freilichtmuseum – Museumsdorf Cloppenburg. Oldenburg ist durch den Geschichtsdidaktiker Prof. Dr. Dietmar von Reeken vertreten. Hier ist eines von drei Teilprojekten mit dem Schwerpunkt „Vermittlung von umweltgeschichtlichen Themen in der Schule“ angesiedelt. „Mit dem Projekt möchten wir“, so erklärt von Reeken, „den Stellenwert der Umweltgeschichte stärker in das Bewusstsein von Lehrern und Schülern rücken und Unterrichtsmaterialien erstellen, erproben und evaluieren“. Um dies zu erreichen arbeitet die Universität eng mit der Helene-Lange-Schule in Oldenburg und der Liebfrauenschule in Cloppenburg zusammen.
Maria-Goeppert-Mayer-Gastprofessur für Biologin
Die Biologin und Wissenschaftsforscherin Dr. Sigrid Schmitz übernimmt in diesem Wintersemester die Maria-Goeppert-Mayer-Gastprofessur am Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) der Universität Oldenburg. Schmitz studierte Biologie in Aachen und Marburg, wo sie sich 1998 über das Thema „Strategien in der Raumorientierung des Menschen: Geschlechtsunterschiede und ihre Hintergründe“ habilitierte. Sie war unter anderem Gastprofessorin an der Humboldt Universität Berlin, Hochschuldozentin an der Universität Freiburg und ist zusammen mit Prof. Dr. Britta Schinzel Leiterin des Kompetenzforums „Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaften“.
Schmitz Forschungsschwerpunkte liegen in genderperspektivischen Analysen der Hirnforschung unter dem Fokus der neueren bildgebenden Verfahren, in der Informatik, der Evolutions- und Soziobiologie sowie in der generellen Genderforschung zu Natur- und Technikwissenschaften und deren Schnittstellen. Während ihrer Gastprofessur in Oldenburg wird sie die Vorlesung „Ansätze der Gender & Science and Technology Studies im transdisziplinären Dialog“ sowie die Seminare „Repräsentation von Gehirn und Geschlechtern“ und „Techno-Körper: Neueste Entwicklungen an der Schnittstelle von Biomedizin, Biotechnologie und Informatik“ anbieten.
Weitere Neuigkeiten aus der Forschung unter www.uni-oldenburg.de
|
|