Fototage Oldenburg

Reframed

Fotografie boomt. Nicht zuletzt aufgrund des Smartphones sowie der sozialen Netzwerke, auf denen täglich millionenfach Fotos veröffentlicht werden, definieren wir uns mehr und mehr über Bilder und Zeichen. Jedoch scheinen die Zeichen der Zeit auf Individualität, Unverwechselbarkeit, Marktwert und Authentizität zu stehen. Der deutsch-koreanische Philosoph Byung-Chul Han diagnostiziert für unsere Gesellschaft gar einen Zwang zur Authentizität (Byung-Chul Han: Vom Verschwinden der Rituale, Berlin: Ullstein Buchverlage GmbH, 2019, Seite 25ff.).

Die Fototage Oldenburg, ein Projekt des Kulturbüros der Stadt Oldenburg, haben daher die Frage ins Zentrum gestellt, was Menschen miteinander verbindet und nicht, was sie voneinander unterscheidet. Eine Antwort auf diese Frage könnten Rituale geben. Denn diese erzeugen nicht zuletzt das Gefühl von Gemeinschaft. Rituale haben öffentlichen Charakter und gehen über private Gewohnheiten hinaus, selbst wenn sie im privaten Raum ausgeübt werden. Rituale setzen Zeichen. Und Rituale setzen sich durch. Auch in Zeiten, die wenig öffentliches Leben zulassen. Somit zog sich das Oberthema „Rituale“ durch die sechs Ausstellungen » der Fototage, denen die Wertschätzung für die Öffentlichkeit und für rituelle Handlungen gemeinsam ist und die an der Oldenburger Hafenpromenade (Stau 34 bis Stau 105, 26122 Oldenburg) vom 31. August bis zum 13. September 2021 zu sehen war.

Rückblick

In diesem kurzen Video können Sie ein Eindruck von den Fototagen bekommen:

Die Fototage wurden ermöglicht von

Außerdem dankt die Stadt Oldenburg:

Agentur für Arbeit Oldenburg
Forum St. Peter
Ganten Hünecke Bieniek & Partner
Glut und Wasser
oldenburg eins
VHS Jugendwerkstatt